Laufen in Laufen – unser gemeinsamer Laufhöhepunkt

Auf der Suche nach dem perfekten Trainingslauf für einen Halbmarathon sind wir 2013 auf Laufen gestossen. Laufen? Laufen in Laufen – hahaha, wo ist denn das? Oh ja, und wir, das sind Isabelle und Tialda.

Als Laufanfängerinnen mit etwas Angst vor so einer langen Distanz entschieden wir uns, die Strecke erstmal mit dem Fahrrad zu erkunden. An einem Samstag sind wir mit Kind (2 Kinder von Tialda) und Kegel (Isabelle schwanger) in Laufen losgeradelt. Nachdem der Ehemann (natürlich der Ehemann!) zweimal den falschen Abzweiger „befohlen“ hatte, erkannten wir im Anschluss umso besser, wo’s lang gehen soll.

So ist Tialda kurz darauf 2013 das erste Mal die 10-Meilen-Strecke gelaufen, während Isabelle als werdende Mutter mit den Walkingstöcken die kurze Distanz erfolgreich absolviert hat. Beim anschliessenden Spaghetti-Plausch war klar: Laufen, we will be back!

2014: Rollentausch. Diesmal meisterte Isabelle die herrliche Strecke laufend, währenddessen Tialda, ihrerseits schwanger, aber ohne Walking Stöcke, beim Inder im Stedtli ein scharfes Curry genoss und gleichzeitig die Läufer anfeuerte.

2015: Jetzt geht es erst richtig los, nun endlich gemeinsam mit grosser Vorfreude am Start für die 10-Meilen-Strecke. Mittlerweile sind die Kurven bekannt, die Taktik für die Steigungen im Vorfeld akribisch diskutiert. Die Verpflegungsposten sind vorgemerkt und wir sind sicher, die werden da sein. Wir lieben die coupierte Strecke und die Sicherheit, dass es ab Km 9 nur noch bergab geht, bis man im Stedtli wie eine Gewinnerin gefeiert wird.

2016: Wieder zusammen am Start. Die Karten neu gemischt, vorbei mit dem Spass! Jetzt gilt der Kampf der Sekunden, unsere Zeiten müssen unterboten werden. Kämpfen, Schwitzen, Leiden – dieses Jahr ist es kein Plausch mehr. Totkaputt im Ziel: Geschafft! Wir lieben Laufen noch mehr.

2017: Wir trauen es uns fast nicht zu schreiben und ja, wir geben es zu, wir schämen uns auch. Wir waren nicht dabei. Andere Wettkämpfe im Juni und die Vorbereitung zu unserem grossen Ziel im 2017, dem Marathon in Karlsruhe, liessen es leider nicht zu. Dafür, so schien es, lief Laufen uns hinterher oder besser gesagt nebenher.

Denn, oh Wunder, mitten im Geläufe während des Karlsruher Marathons erkennt Stefan (OK-Mitglied 10 Meilen Laufen) schweizerdeutsches Geschwafel. So lernen sich Tialda und Stefan auf der Strecke kennen. Nach dem gelungenen Finish sprechen wir miteinander über den Marathon und über den Laufsport. Und natürlich taucht die Frage auf: Warum kommen wir von soweit her immer wieder nach Laufen zum Laufen?

Dafür gibt es viele gute Gründe, unter anderem die Streckenlänge, die lokalen Parkplätze, die gute Infrastruktur, die wunderschöne Landschaft, die Organisation, die Helfer, die überschaubare Zahl an Mitläufern, die Zuschauer und die coolen Finishergeschenke. Es ist einfach ein Geheimtipp, aber psssssst: niemandem weitersagen!

Wir aber schwören, wir sind ab jetzt wieder jedes Jahr dabei! Guten Lauf, wir sehen uns!

 

Isabelle Hanson & Tialda Brouwers

Hobbyläuferinnen aus Spreitenbach AG

 

Die Vorwort-Texte der vergangenen Jahre findet man hier:

Vorwort 2017 von Christine Kohler

Vorwort 2016 von Pius Lombriser

Vorwort 2015 von Lukas Reinhard

Vorwort 2014 von Christoph Hollenstein

Vorwort 2013 von Sabine Asprion Stöcklin